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2010 Lauberhorn

16.01.2010

Wengen 2010 oder "es entscheidet sich alles im Ziel-S"

Die Fotos sind viel weiter unten. Zunächst der Bericht:

Ideale Wetterbedingungen, ein warmes Willkommen in der Casa Schaffer und ein erstes Bier neben dem Silberhorn verkuendeten, was auch eintrat: ein tolles Wochenende in Wengen. Nach einem freitaeglichen Warm-Up mit den Blaumeisen http://www.blaumeisen.ch/de
(inkl. eines wahrlich nicht allzu spektakulaeren Weissweines, aber mit umso stimmungsvollen Liedern und einer Gute-Nacht-Lesung von Kusi um 0200) startete der Samstag in voller Pracht: frische Broetchen (vom tapfernen 5-Uhr-Dan geholt), stahlblauer Himmel und die Vorfreude auf das Rennen. Nach einer Zugsreise im Fuehrerhauschen mit dem lokalen Chnutti und dem Schlitten trafen Preetz und Tiger auf die sportlichen Skifahrer Caro und Dan. Destination: Hundschopf! Mit Sonnenbrille, Ovischoggi, Hot Dog und Schwyzerfahne ausgeruestet verfolgten die vier das Rennen. Schnell waren 2 Sachen klar: Janka wird gewinnen und Caro versteht was von der Lauberhornabfahrt (ob "andriften", Lienenfuehrung oder Zwischenzeitkommentar - Caro war dem alteingessessenen Speaker stets voraus!). Der Speaker war der Sprachen nicht aller mächtig, aber egal, der JankaCarlo hats den Ösis gezeigt und wir haben Ihn, den legendären „luui“ (korrekt: [lüi]=franz. „ihn“, falsch (gem. speakerchnutti)=[luui]) kennengelernt. Was haben vom Spiiker auch noch gelernt: „Sehr geehrte Damen und Herren, er ist schnell, sehr schnell, aber schlussendlich entscheidet sich alles im Ziel-S“. Nach dem grandiosen Schweizer Sieg vor der Rekordkulisse von 32'000 Skifans meldete sich der Hunger: Es folgte ein Mittagessen auf der Allmi mit dem pensonierten Dorftschugger aus dem Krauchtal. Im Tal angekommen mussten die vier Tapferen ein Ligi machen und ruhten sich in der Casa Schaffer aus - diese Ruhepause sollte sich spaeter auszahlen. Dann gings Schlag auf Schlag weiter: Die Siegerehrung im Weltcupdörfli war ein weiteres highlight: Inmitten von Promilleleichen die kaum mehr ihr Schwyzerfändli in die Höhe lüpfen konnten, feierte die tapfere „Söini Selection“ das Hammerpodest 2010: JankaCarlo der emotionslose Murmelifigger, der Rücktritts-Liechtensteiner Büchel auf dem Dritten und dann ist da noch ein Canuck zwischendreingefahren (der Heilandstonner). Nach der Siegerehrung inmitten der Fans ging es zum Foundue ins Schafferstübli. Da wurde die Söinimeute um ein Gründungsmitglied ergänzt: Der ferienhalber (und nicht trinkeshalber wie andere, Anm. die Red.) in Wengen weilende E-Vaettu kam auf einen Weissen in die CasaSchaffer. Der Ueberraschungsgast hatte gewaltigen Zug drauf: er "bodigte" sein E-Set (Weisswein und Schnaepsli) schneller als Janka fuer seinen Siegeslauf benoetigte (2:32:23). Preetz referierte dabei zu seinen Gwuerzli (www.raffinessen.ch) dass einem die Glucose nur so im Mund verlief. Nun, der Abend schien ganz ruhig auszupendeln (wer will den Fondueklumpen im Gedärme schon mit Bier verflüssigen…) wenn da nicht Caro's Drang nach dem Weltcupdoerfli gewesen waere. Die drei Maenner mussten nochmals in die Jacken steigen und talwaerts schreiten (der Aufstieg um 0400 sollte nicht leicht werden). "Nur EIN Set bei den Blaumeisen, dann gehen wir wieder nach Hause" sagten sie sich. Wer den Dan kennt der weiss wie das endet: es wurden FUENF Set. Nach jedem Set schworen wir uns: "Mir naeme no es Set u denn goe mir is Bett"... Der Hoehepunkt wurde vor dem Hasenstall erreicht: Preetz liess seinen schaupielerischen Qualitaeten freien Lauf und zitierte frei aus Pedro Lenz. (Siehe Video). Diesem frühmorgendlichen highlight musste zwangsläufig noch das einteoderandere „set“ folgen. Am Schluss musste männiglich sich noch den Hoger zum Bett raufkämpfen, was man dann nach einer jackass-Hechteinlage vom Gewürz-Kusi und ein paar wilden tacklings auch lachend geschafft hat. Genug der Worte: schaut Euch die Fotos an.

Zum Schluss: Liebe Caro und Dan; herzlichen Dank fuer das tolle Wochenende - auf bald mal wieder in ruhigeren Gefielden.

Tiger

Ergänzungen zum Söini-Wörterbuch:
- blaumeisen = keine Vogelart, animiert trotzdem zu animalischen Trink- und
Tanzverhalten)
- set = 1xjägermeister (auf ex) & 1xbier (trinkgeschwindigkeit nach bedarf, in extremis siehe jägermeister)
- E-set (4x 2dlWeisswein & 1x 3cl Schnaps in 02:32:23)
- luui (ou est luui ?) = franz. (für chnuttis) „ihn“,
- andriften = Parallelschwung gerutscht (Quelle: J+S-Trainerhandbuch Ski)
- was geht ab ? = „he Giele, gö mer ändlech eis ga näh ?“
- für Dan: Hasenstall = irgendoppis mit lapin…

Ergänzungen zum legendäre „best of söini“ – lineup:
- Das geht ab wir feiern die ganze nacht (Frauenarzt manny marc)
- W. Nuss vo Bümpliz (Ghüderchüble)
- So ein schöner Tag (Fliegerlied; Tim Toupet; geile homepage: http://fliegerlied.com/site/)


Zu guter letzt ein Literaturhinweis:
- „Plötzlech het’s di am füdle“ (Pedro Lenz) ISBN 3-305-00425-8

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